18.11.2008 | 09:00 Uhr Die meiste Energie verbrennt
Der Anteil der Energie, die bei Erzeugung und Transport elektrischen Stroms verloren geht, stieg 2007 in Deutschland, trotz Reduzierung des Primärenergieverbrauchs
Starnberg (ots) - Einmal jährlich veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. Zahlen zum Energieverbrauch in Deutschland. Nach neuesten Angaben lag der Primärenergieverbrauch in 2007 um 4,8 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Allerdings nahmen die Umwandlungsverluste, die vor allem bei Erzeugung und Transport von elektrischem Strom anfallen, um 5,1 Prozent zu. Diese Umwandlungsverluste sind in 2007 um mehr als 70 Prozent höher als der gesamte Verbrauch in deutschen Haushalten. Die Zahl zum Umwandlungsverbrauch bezieht sich nicht nur auf die Stromerzeugung in den Kraftwerken. Sie beinhaltet auch die Bereiche der Raffinerien, KWK Anlagen usw...
Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl- Klima- und Kostenfalle entkommen
By: Karl-Heinz Tetzlaff
ISBN-10: 3837061167
Vorwort von Arno A. Evers
Warum dieses Buch?
Viele reden von Wasserstoff, kaum einer weiß, wo er nachhaltig herkommen soll.
Milliarden Menschen leben heute im materiellen Wohlstand, der auf einem fossil-atomaren Energieversorgungssystem aufgebaut ist. Doch nicht nur die Endlichkeit dieser Ressourcen, sondern die gesamte Schädigung der Umwelt, die aus dem Verbrauch der globalen Energievorräte hervorgeht, stellen die Menschheit vor immer größere Herausforderungen: Einerseits muss der Verbrauch fossiler Brennstoffe gedrosselt, zugleich jedoch der Energiebedarf einer beständig wachsenden industriellen Zivilisation gedeckt werden. Zwar liegen heute noch Welten zwischen dem Energieverbrauch pro Person in den Industrienationen und den dynamisch wachsenden Schwellenländern. Aber die Menschen in diesen Regionen werden sich immer mehr dem Verbrauch in den Industrieländern anpassen. Wer will ihnen den Zugriff auf Energie und Mobilität verweigern?
Eine globale Energiewende ist durch die Nutzung erneuerbarer Energien technisch möglich – auch ohne fossile Brennstoffe oder Atomkraft. Hier wird seit Jahren der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft diskutiert, vieles wurde versprochen, einiges wurde erreicht, aber die Frage bleibt offen: Gehen die heutigen Entwicklungen in die richtige Richtung?
Weltweit sind fast alle aktuellen Wasserstoff-Aktivitäten den Ideen der 70er Jahre verhaftet, als die erste Ölkrise staatliche Forschungsprogramme in den USA, Japan und Europa ins Leben rief. Was schon damals fehlte und bis heute immer noch fehlt: Eine intensive Auseinandersetzung damit, woher der Wasserstoff eigentlich kommen soll, der die oft zitierte „Wasserstoff-Wirtschaft“ oder, besser noch: eine zukünftige „Wasserstoff-Gesellschaft“, antreiben soll.
Immer noch ist die Gewinnung des Wasserstoffs aus fossilen oder nuklearen Primärenergien die allgemein akzeptierte Vision einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft. Dieser Weg führt nicht wirklich weiter, wenn man es mit der Reduzierung von Umweltschäden durch den Verbrauch fossiler Ressourcen und mit einer effektiven Energieversorgung wirklich ernst meint und dann trotzdem auf den Verbrauch fossiler Ressourcen zurückgreift. Leistungsfähige und schadstoffarme Produktionsverfahren für Wasserstoff müssen implementiert werden, um Raum für neue Ideen zu schaffen.
Klimaschutzpolitik wird heute eher halbherzig in dem althergebrachten und unflexiblen Geflecht der zentralen Energieversorgung betrieben und durch den Bau „effizienterer“ Kraftwerke oder der Forcierung auf Kernenergie reduziert. Die hohen Verluste, die in diesem Prozess bei der Erzeugung und Verteilung von Strom anfallen, scheinen allerdings niemanden zu interessieren. Was nicht so schwer zu verstehen ist: Wer hat schon Interesse daran, das System der größten und mächtigsten Industrie der Welt, die der fossilen Energiekonzerne, in Frage zu stellen?
Auch die viel propagierte Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse schafft keinen wirklichen Hoffnungsträger. So, wie sie heute betrieben wird, führt sie zu nichts anderem als zu stromgesteuerten Bioenergie-Kraftwerken, die mehr schlecht als recht mit Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Da sie auf jahrhundertealten Technologien basieren, bieten sie wenig Intelligenz- und Optimierungspotential. Nur wenig der eingesetzten Primärenergie wird hier, aufgrund der thermischen Umwandlung und der physikalischen Gesetze der verwendeten Dampf-Kreisläufe und Verbrennungsmotoren (Carnot-Prinzip), in Elektrizität umgewandelt. Darüber hinaus verhindern große Leitungs-und Umwandlungsverluste den effektiven, sinnvollen Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wo steht geschrieben, das wir eine zentralistische Energieversorgung brauchen, bzw. das diese zwangsläufig ist?
Wir brauchen keine Verbesserungen in einem verlustreichen System der Energieversorgung. Was wir benötigen, sind radikal neue, globale Ansätze, die alle Anforderungen an eine nachhaltige Umwelttechnologie erfüllen.
Karl-Heinz Tetzlaff zeigt einen solchen Weg auf, der eben nicht auf zentrale Strom-Erzeuger und - Verteiler-Strukturen aufbaut. Sein Vorschlag: Man nehme eine bzw. mehrere gute Ideen, verbinde sie zu einem ganzheitlichem Konzept und kreiert damit eine dezentrale, wärmegeführte, echte Wasserstoff-Infrastruktur, die diesen Namen auch verdient. Als Primärenergie schlägt Tetzlaff Biomasse vor, die zu Wasserstoff umgewandelt wird. Was sich einfach anhört und schon heute technologisch beherrscht wird, bedeutet einen Quantensprung der gesamten Energieversorgung: Weg von Öl, Kohle und Gas, hin zu dezentraler Energieerzeugung und -Verteilung. Elektrizität, Transportleistung und Wärme werden erst am Ende der Wertschöpfungskette am Ort des Verbrauchers geschaffen. „Power to the people“ im wahrsten Sinne der Worte. Alle Verfahrenstechniken und Komponenten dafür sind bekannt und werden beherrscht, es geht eigentlich nur um die wirklich “sinnvolle” Verknüpfung dieser Elemente.
Die Logik seiner Ideen ist frappierend: Der Werkzeugkoffer in diesem Buch ist von Tetzlaff perfekt gepackt, alle Komponenten sind detailliert erläutert und mit Zahlen, Daten und Fakten unterlegt. Jeder kann sofort unter dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!“ biologisch mit der Realisierung beginnen.
Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Strom- und Energieversorgung ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu nutzen und damit auch die Wasserstoffwirtschaft zu etablieren, die von Experten seit Jahren prophezeit wird. Fangen wir heute damit an!
On July 10 2008 appeared in the Süddeutsche Zeitung (SZ) from Munich under the heading: "Restricted view of the world with contradictions" five Letters to the Editor about an interview with BASF chairman Juergen Hambrecht: "The culture of positive is lost" / SZ, June 28. One of these readers' letters was by Prof. Dr. Hans-Peter Dürr from Munich, this is the Letter to the Editor, published by Arno A. Evers, Starnberg: Letters to the Editor printed in the Süddeutsche Zeitung, July 10 2008:
Everybody can now be pleased to have found the "guilty" in energy consumption.
Am 10. Juli 2008 erschienen in der Sueddeutschen Zeitung (SZ) aus München unter der Überschrift: "Beschränktes Weltbild mit Wiedersprüchen" fünf Leserbriefe zu einem Interview mit BASF-Vorsitzenden Jürgen Hambrecht: "Die Kultur des Positiven ist verlorengegangen" / SZ vom 28. Juni. Einer dieser Leserbriefe war von Prof. Dr. Hans-Peter Dürr aus München, dies ist der veröffentlichte Leserbrief von Arno A. Evers, Starnberg: Leserbrief aus der Süddeutschen Zeitung, 10.7.2008:
Alles freut sich, einen „Schuldigen" beim Energieverbrauch gefunden zu haben. Aber was sagen die Fakten? ...
The fast and furious success of mobile phones worldwide
August 14, 2008
Topic: Trading & Marketing
In summer 2008, the number of registered mobile phones (in German also mistakenly nicknamed: "Handy"), will exceed 3.3 billion, which means over half of the world’s population now statistically owns a registered wireless mobile phone. Congratulations to all involved in this process!
About the Development of Renewable Energies in Germany in 2007.
June 11, 2008
Topic: International
What do the numbers: 6.6, 6.7, 6.9, 8.5 and 14.2 have in common? All give the proportion of renewable energies (RE) at the Primary and Final Energy Consumption in Germany in 2007 in percent. Which figure, however, is correct?
Four steps to a new reliable, cleaner and decentralized Energy Supply based on Hydrogen and Fuel Cells
Ocober
13, 2003
Topic: Generation
With a new reliable, cleaner and decentralized Energy Supply based on Hydrogen and Fuel Cells, incidents like the August 2003 blackout in U.S. and Canada would not have happened. The "components" to achieve this goal are all available; some need additional R&D work, but the target can be achieved.
“Why should I buy a Fuel Cell?”
February 7, 2003
Topic: Generation
The question “Why should I buy a fuel cell?” is discussed by experts at nearly all weekly Fuel Cell (FC) conferences worldwide. This question is also spinning in the heads of some highly relevant target groups: politicians, governmental administrators, the media, the general public and most importantly, our future generation.
Powering our Future: Setting The Stage for Fuel Cell Commercialisation
November 11, 2002
Topic: Utility Business
This outlook of the future will show what could be the necessary elements needed to move Hydrogen and Fuel Cells (H2/FC) to commercialisation. Rather than focusing on the technology itself, this article concentrates on the “bigger picture” comparing how influences have impacted the progress of developing new technologies in the past and how this precedent can be applied to the present day situation. In this process, the consumer plays the key role.
Hydrogen and Fuel Cells: A Comprehensive Guide
By: Rebecca L. Busby
Copyright 2005 by PennWell Corporation, 1st American Edition,
August 2005
ISBN 1-59370-041-5
Excerpt from Chapter 4:
Applications and Markets, page 166-167.
Consumer
Demand
The future of hydrogen economy based on fuel cells
might depend not on replacing our existing energy-powered
equipment, but on consumer demand for new products and
services that we can’t imagine today. Novel uses
for hydrogen could add value to peoples’ everyday
lives, perhaps just by saving time.
Convenience and usefulness could drive demand and accelerate
mass production, said Arno A. Evers of Arno A. Evers
FAIR-PR. History shows that completely new services
enter the public market as luxury goods at very high
price, affordable only by elite, wealthy consumers.
If the service of product offers desirable advantages,
demand will grow and production costs will fall, lowering
prices. The breakthrough for everyday fuel cell applications
could come from a new service with unforeseen benefits.
One example might be what Evers calls the personal
power car, similar to Amory
B. Lovins’s concept described in Chapter 1,
which would be fuelled initially by reformed natural
gas and eventually by renewable power. However, consumers
would have to be able to save money by using heat and
electricity produced by the car and also make money
by selling power from it while the car is parked.